Dienstag, 5. Oktober 2010

Viele Neumieter müssen künftig tiefer in die Tasche greifen

Couple Painting Apartment








Die Mietpreise sollen dieses Jahr deutlich höher liegen als im Vorjahr.
So muss man beispielsweise für eine Wohnung in Berlin fünf Prozent mehr Miete bezahlen als vorheriges Jahr. Vor allem in Großstädten ziehen die Preise deutlich an. Das ist eine erstmalige Erhöhung der Mieten seit zwanzig Jahren.

Das könnte daran liegen, dass die Einwohnerzahlen der Großstädte seit Jahren deutlich ansteigen und keine neuen Wohnungen gebaut werden. Ein zusätzlicher Faktor sind die steigenden Single-Haushalte, die es früher nicht so häufig gab wie heute. Das Angebot wird also knapper und so sind auch die Mieter bereit mehr Miete zu bezahlen. Bei Mietpreisen gibt es keine Höchstgrenze, der Vermieter kann also soviel Kaltmiete verlangen wie er möchte. So bestimmen eben Angebot und Nachfrage den Preis.

Bei einem schon bestehehnden Mietverhältnis, kann die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 Prozent steigen. Eine Erhöhung der Miete ist aber erst nach 12 Monaten nach dem Einzug bzw 15 Monate nach der letzten Erhöhung möglich. Eine Begründung darf jedoch nicht fehlen. Wenn die Mietpreise in der Nachbarschaft ansteigen hat der Vermieter gute Gründe, um die Miete zu erhöhen. Laut Deutschem Recht ist jede dritte Mieterhöhung unberechtigt. In diesem Fall kann der Mieter die Zustimmung verweigern. Daraufhin kann jedoch der Vermieter klagen und wenn er Recht bekommt, bleibt der Mieter auf den Prozesskosten sitzen.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Richtig reklamieren

Side profile of two young women standing in a clothing store Model Release: Yes Property Release: NA

Wir shoppen alle sehr gerne. Doch manchmal sind die Augen größer als der Geldbeutel. Darüber brauchen Sie sich nicht ärgern. Sie müssen einfach nur richtig reklamieren. Wenn man Kleidung kauft und der Pulli nicht die gewünschte Farbe hat oder einfach nicht gefällt, muss der Händler den Pulli nicht zurück nehmen. Dies reicht leider nicht für einen Umtausch. Tut er es doch, passiert dies aus reiner Kulanz. Und bei den meisten Händlern ist dies auch der Fall. Wenn jedoch die Kleidung oder der Schuh fehlerhaft ist, muss der Händler dafür 2 Jahre lang gradestehn. Das heisst wenn ein Pulli sich schon nach drei Wochen auflöst, weil beispeilsweise die Nähte nicht sauber vernäht sind, dann muss der Händler Ihnen den Pulli umtauschen. Sollte das gleiche Modell nicht mehr verfügbar sein, darf man sein Geld zurück verlangen oder den Kaufpreis mindern. Die meisten Händler tun dies jedoch nicht und stellen dafür eine Gutschrift für den Laden aus. Wer online Klamotten kauft hat das Recht seinen Kauf binnen 14 Tagen zu widerrufen indem man einfach die Ware zurückschickt. Wenn Sie einen Handwerker im Haus haben und dieser nicht sauber arbeitet und beispeilsweise der Hahn nach Stunden wieder tropft, können Sie zu zwei Nachbesserungen verlangen ohne einen Aufpreis dafür zu zahlen. Kann ein Handwerker das Problem nicht lösen können Sie eine andere Firma dafür einsetzten und den Kostenersatz vom ersten Handwerker verlangen.

Freitag, 24. September 2010

Heizen wird teurer

Wer mit Gas heizt darf zukünftig mehr bezahlen.

Jeder zehnte Gasversorger erhöht zu Beginn der Heizsaison seine Gaspreise. Insgesamt 74 Gasversorger haben zum 1.10. bzw. 1.11. Preiserhöhungen der Standardtarife angekündigt (Check24).

Bis zu 19 Prozent mehr soll das Gas zukünftig kosten. Im Durschnitt sind das bei den Erdgas-Anbietern um die 9 Prozent Erhöhung. Weitere Preiserhöhungen wurden von sechs Stromversorger angekündigt. Check24 teilte mit, dass es jedoch auch bei etwa 58 Gasversorgern Preissenkungen geben wird.

Erdgas werden bei den Unternehmen um 18 Prozent günstiger. In Deutschland gibt es derzeit etwa rund 750 Gas-Grundversorger.

Datenschutzskandal der EC-Karten-Industrie

Nicht nur Easycash, auch andere EC-Karten-Betreiber bieten Bonitätsprüfungen an.

Die Daten von Kartenzahlungen der Verbraucher werden in Deutschland fast flächendeckend gesammelt. Neben dem Marktführer Easycash bieten auch zumindest zwei weitere Betreiber von EC-Kartennetzen Analysen zur Bonität der Kunden an.

Easycash speichert die Daten der Transaktionen über Betrag, Zeitpunkt, Ort und Häufigkeit. Ziel sei es, im Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit des Karteninhabers zu prüfen.

Beim zweitgrößten Anbieter Telecash wird bei Zahlung mit EC-Karte die Zahlungsfähigkeit sofort an der Kasse geprüft, ob das Bezahlen mit Unterschrift erlaubt wird. Ansonsten muss der Kunde seine Geheimnummer eingeben.

Das Bezahlen mit Unterschrift ist für die Händler deutlich kostengünstiger, aber auch risikoreicher. Denn wenn das Bankkonto des Kunden nicht gedeckt ist, erhalten die Händler von den Banken kein Geld.

Be der Zahlung mit EC-Karte und PIN-Nummer (Personal Identification Number) wird eine Legitimation vorgenommen. Das Kartenlesegerät überprüft über eine Telefonverbindung bei der zuständigen Bank, ob die eingegebene PIN korrekt und das Konto gedeckt ist. Sind beide Bedingungen erfüllt, erfolgt die Zahlung.

Bei der Zahlung per Elektronischem Lastschriftverfahren (ELV) wird keine Abfrage bei der Bank zur Autorisierung vorgenommen. Hier werden aus der Karte nur die Kontodaten ausgelesen. Der Kunde erteilt mit seiner Unterschrift eine einfache Einzugsermächtigung. Der Händler reichte diese bei der Bank ein und erhält sein Geld.

Betroffen von den Datensammlungen durch Easycash und weitere Anbieter sind etwa Millionen deutsche Verbraucher, die mit ihrer EC-Karte an Supermarktkassen zahlen.

Datenschützer kritisieren diese Art. Für die Datenspeicherung sei das Einverständnis der Kunden erforderlich.

Manipulation der Konsumenten

Werden Konsumenten mit Spar-Slogans konfrontiert, neigen sie dazu, mehr Geld auszugeben, als ohne die Werbung. Lockt man mit Marken-Namen von Discountern, verleitet dies die Konsumenten zum Sparen.

Werbende müssen ihre Kunden mit ihren Vorlieben ködern, z. B. der Natur, Freiheitsgefühl, Attraktivität etc. Forscher um Juliano Laran der University of Miamai fanden heraus, das dies am Besten derzeit mit dem Slogan: "Sparen" gelingt. Werden die Verbraucher mit Spar-Slogans konfrontiert, so geben sie mehr Geld aus. Im Fachblatt Journal of Consumer Research schrieben die Autoren: "Konfrontiert man Konsumenten mit dem Markennamen Wal-Mart (Assozziation mit Sparen), wollen die Verbraucher kaum Geld ausgeben. Doch der Wal-Mart-Slogan: Save Money. Live Better. (Spare Geld, lebe besser( steigere stattdessen die Kauflust und verleite dazu, dass die Menschen mehr Geld ausgeben.

Die Psychologen hatten knapp 500 freiwillige Versuchspersonen in zwei Hälften aufgeteitl. Die eine Hälfte wurde mit neutralen Begriffen mit den Namen bekannter US-Discounter, wie Sears, Home Depot, Ross, Dollar General. Die andere Gruppe wurde mit Spar-Slogans der Billig-Supermärkte konfrontiert. z. B. Werbespruch "The Good Life at a Great Price. Guaranteed". (Gutes Leben zum kleinen Preis. Garantiert).

Die jweiligen Gruppen sind dann auf eine imaginäre Shoppingtour los. Die Teilnehmer der Gruppe mit Namen von Discountern wollten im Durchschnitt nur 94 US-Dollar ausgeben. Die Teilnehmer mit den Spar-Slogans waren viel konsumfreudiger. Im Durchschnitt waren sie bereit 184 US-Dollar auszugeben.

Freitag, 17. September 2010

Eine neue Mietwohnung kann teuer sein

Wer sich nach einer neuen Mietwohnung umsieht, weiss, dass neben Umzugskosten, Renovierungen auch noch Geld für die Kaution weg geht.

Daher ist es gut, wenn man sich mit der Mietkaution auskennt:

Die Mietkaution dient dem Vermieter als Absicherung, z. B. wenn die Miete nicht gezahlt wird oder die Wohnung nach dem Auszug vom Mieter irgendwelche Mängel aufweist.

Die Mietkaution darf maximal drei Monatsmieten betragen. Die Mietkaution darf auch nachträglich nicht erhöht werden, wenn sich z. B. die Miete erhöht. Die Mietkaution wird fällig am ersten Tag, an dem sie die Wohnung laut Mietvertrag angemietet haben.

Die Mietkaution wird in der Regel über eine Bankbürgschaft über die Kautionssumme angelegt. Der Mieter kann dies bei seiner Bank anweisen. Falls Bargeld fehlt, gibt es noch die Möglichkeit der Mietkautionsbund. Wer dort Mitglied ist, erhält vom Bund die Kaution gegen Zinsen bezahlt.

Der Vermieter muss keine Bürgschaft akzeptieren. Doch die meisten nehmen diese Variante in Anspruch, da das Führen eines Sparbuches erspart bleibt.

Sobald sie die Mietkaution an den Vermieter übergeben haben, muss der Vermieter es gesondert von seinem Vermögen anlegen bzw. aufbewahren.

Der Vermieter darf während der Mietzeit an die Kaution ran, wenn der Mieter nicht die Nebenkosten zahlt oder nicht für selbstverschuldeten Schaden aufkommt.

Das Geld für die Mietkaution erhält man nach Auszug. Der Vermieter hat jedoch bis zu 6 Monate Zeit, um das Geld zurück zu bezahlen. Werden Mängel nach Auszug vom Vermieter festgestellt, darf der Vermieter an das Geld ran, um die Mängel zu beheben. Außer der Mieter übernimmt die Kosten für die Mängelbeseitigung auf eigene Kosten.

Mittwoch, 15. September 2010

Luxus-Weine als Geldanlage

Sein Geld muss man nicht immer in Aktien anlegen, man kann es auch in Wurst, Bier, oder Wein anlegen.

Kreiert wurde diese besondere Anlageform von Deutschen Landwirten und Winzern.

Als Dividende gibt es trink- oder essbare Ware. Und die Rendite liegt bei bis zu 14 Prozent.

Bei Sybille Kuntz, Mosel-Winzerin, gibt es eine Ausschüttung in Form von Wein, statt Geld. Wer ihr 2.500 Euro leiht, bekommt jedes Jahr mind. 3 Kartons a 6 Flaschen Wein.

Rund 70 Prozent ihrer Jahresproduktion gehen an die gehobene Gastronomie ins Ausland. Und ihre Riesling-Weine stehen sogar auf der Karte des New Yorker Nobelrestaurants "Per Se" und des Elsässer Drei-Sterne-Hauses "Jean Georges".

Pro Jahr erhält man einen sog. Flüssigzins von 7,5 Prozent. Bei einem Kredit von 2500 Euro ist das ein Weinwert von 187,50 Euro.

Wer weniger bestellt, als er Flüssigzinsen bekommt, kann diese auf das nächste Jahr vortragen. Nach 5 Jahren Mindeslaufzeit zahlt die Winzerin das Darlehen zurück, und zwar in bar, "lieber allerdings in Wein".

Inzwischen gibt es viele Nachahmer, vor allem in der Genussmittelbranche.

Der bekannte Öko-Bauer Mathias von Mirbach bietet die Kuh-Aktie an. Ab 500 Euro können sich Anleger Anteile an seiner Kuhherde in Kattendorf sichern. Alternativ bietet er auch eine Kalb-Aktie für 100 Euro an. Die Anteile können weiterverkauft, vererbt oder - nach einer dreijährigen Mindestlaufzeit - zurückgegeben werden.

Als Rendite zahlt der Bauer 2,5 Prozent in bar oder fünf Prozent in Naturalien.

Genuss ist nicht ohne Risiko. Denn werden die Kühe krank, verdirbt die Ernte oder macht das Unternehmen pleite, haben die Anleger ihr Geld verloren.


Roman Limacher aus der Geschäftsleitung der Dr. Höller Vermögensverwaltung und Anlageberatung sieht die Genussscheine eher als Liebhaberstücke, die "einen gezielten Vermögensaufbau mittels Portfolio nicht ersetzen".